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Das Club Mate Prinzip

Shownotes

Diese Folge ist zuerst bei Podimo erschienen. Dort bekommst du die Folgen immer 1 Woche früher und mit Video. Dafür einfach kostenlos Podimo-App downloaden & kostenlos testen: https://podimo.de/halbsowild _ In der neuen Folge macht Linella erst mal Kassensturz: Wie war Folge eins eigentlich wirklich? Danach gibt’s ein KW-Update mit einem kleinen Abstecher ins Jahr 2016 – inklusive Snapchat-Existenzkrise und nicht geglätteten Haaren am Hinterkopf.

Zwischen Pilates-Frust und sehr kreativen Ausreden, um keinen Alkohol zu trinken, geht es um Dinge, die einfach unbefriedigend sind – und warum man manchmal schon vorher weiß, dass man etwas hassen wird. Bauchgefühl steht über Gruppenzwang. Linella spricht über Dinge, die sie ganz sicher nie machen wird (Eisbaden, Trinkmahlzeiten, Berghain – ihr kennt es) und warum das völlig okay ist. Ein kleiner Reality-Check fürs eigene Innenleben, ein großes Plädoyer fürs Nein-Sagen. Also: alles halb so wild.

In der Podimo App findet ihr noch die Bonusfolge!

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Transkript anzeigen

00:00:00: Heute erfahrt ihr, was ich in den Heißluftballon steigen würde.

00:00:09: Hallo und herzlich willkommen zur zweiten Folge von Halb So Wild, meinem Weekly Check-in.

00:00:14: Ich freu mich, dass ihr wieder eingeschaltet habt, nachdem ich hier letzte Woche meinen Auftakt hatte.

00:00:18: Und jetzt einfach hier wieder sitze, in dem tollsten Studio aller Zeiten.

00:00:22: Ich freu mich ganz, ganz doll.

00:00:23: Und ich sag euch ehrlich, ich bin jetzt schon ... wesentlich gelassener als letzte Woche.

00:00:26: Also ich habe auch beim, als ich mich selber angehört habe, habe ich dann doch gemerkt, mein Gott, Gott sei Dank seid ihr nicht so nah an mir dran gewesen, dass ihr nicht gesehen habt, wie ich so die ganze Zeit mich krampfhaft an irgendeiner Tasse festgehalten habe, um zu überspielen, wie du euch gezittert habt.

00:00:38: Aber gut, jetzt bin ich wieder hier und ich freue mich ganz doll und ich werde euch einmal ganz kurz erzählen, wie mein tolles Hörerlebnis war, weil ich habe... um null Uhr dieser App refreshed.

00:00:47: Stets und ständig.

00:00:48: Hab ich bei Pottimo gesessen und geguckt, wann kommt's raus.

00:00:52: Ich hab ja auch einen Timer auf Instagram geteilt, sodass ja alle irgendwie auch alle die Massen dieser Welt, die auf diesem Podcast gewartet haben, auch gucken können, wann er dann online ist.

00:01:01: Und das hat ganz gut geklappt.

00:01:03: Um null Uhr hab ich da gesessen und aktualisiert.

00:01:04: Und dann kam er erst mal nicht.

00:01:07: Ist ja erst mal nicht schlimm.

00:01:08: ist ja nicht schlimm, aber ich hab kurz gedacht, ich war vielleicht auch dafür zuständig in Hochzuladen, hab kurz Straß gekriegt, dass ich den hätte hochladen müssen, aber Gott sei Dank, Gott sei Dank ist ja um, ich weiß es ganz genau, Null Uhr neun, dann online gewesen, und dann hab ich mir auch direkt die komplette Folge angehört.

00:01:23: Ich hab keine genaue Ahnung, wie viele Menschen die Folge gehört haben, ich weiß aber, dass meine Mutter auf jeden Fall die Folge gehört hat, weil die hat mir am nächsten Tag geschrieben.

00:01:30: Also, die hat natürlich, meine Mutter ist ja leicht voreingenommen, die hat natürlich gesagt, das war eine großartige Folge, darauf hat die Welt gewartet, danke, dass du meine Tochter bist.

00:01:38: Und dann hat sie auch noch gesagt, ich hab ein geheimes Spiel freigeschaltet.

00:01:42: Ich hab gedacht, hm?

00:01:45: Wie meinst du, ein geheimes Spiel freigeschaltet?

00:01:47: Sie gesagt, wenn man extrem oft diesen Reaction-Knopf drückt, so auffällig oft.

00:01:55: So dass ich jetzt doppelt so viele Reaktions habe wie Views, dann wird ein geheimes Spiel freigeschaltet.

00:02:00: Ich weiß, es liegt jetzt wieder größte Clickbait, aber ihr könnt es jetzt ausprobieren.

00:02:03: Wenn ihr ganz oft auf das rosane oder das orangene Herz oder auf den Lach-Emoji klickt, dann wird ein geheimes Spiel freigeschaltet, das heißt Emojis fangen.

00:02:11: Und ich weiß nicht, wie viel noch in dieser App sich auffällt, weil meine Mutter hat das auf jeden Fall aus versehen freigeschaltet und hat es mir sehr aufgeregt geschrieben.

00:02:18: Ja, ich hab es danach auch erst mal ausprobiert.

00:02:20: Und das erklärt wirklich, warum ich jetzt, ich glaube, mehr als doppelt so viele ... Reactions habe wie Hörer.

00:02:27: Aber ihr seid alle herzlich willkommen.

00:02:28: Ihr könnt so oft darauf klicken, wie ihr wollt.

00:02:29: Das freut mich natürlich.

00:02:30: Probiert es gerne aus, wenn ihr das hier mit der Videofunktion guckt.

00:02:33: Ansonsten bleibt einfach hier beim Hören und genießt das, was ich euch heute erzählen möchte.

00:02:38: Noch eine kurze Bezugnahme zur letzten Woche.

00:02:40: Wenn ihr die Folge noch nicht gehört habt, dann könnt ihr jetzt auch noch mal kurz pausieren.

00:02:44: Dann erzähle ich euch, worum es gerade geht.

00:02:46: Ansonsten würde ich es kurz zusammenfassen.

00:02:49: Ich habe mir ... ein extrem teures Kruscheltier gekauft, versehentlich vor ein paar Wochen als Glücksbringer für die erste Aufnahme.

00:02:57: Für diejenigen, die es nicht sehen, es ist ein Jelly Cat Herz-Macaron.

00:03:02: Genau, es hat zwei süße Beinchen, die waren letztes Mal noch eingesperrt, weil ich noch Angst hatte, dass ich zurückgeben muss, aber ihr habt mehrheitlich.

00:03:08: Mit wirklich über der Hälfte der Stimmen.

00:03:10: Dafür gestimmt, dass das unser halb so wilden Maskottchen wird.

00:03:14: Deswegen habe ich heute Morgen feierlich das Preisschild abgeschnitten, wo ... Ich mich da noch mal daran erinnert habe, dass ich dreißig Euro dafür ausgegeben habe.

00:03:21: Aber wenn wir ehrlich sind, hätte ich es jetzt eh nicht mehr zurückgeben können, weil ich den Bong nicht mehr habe.

00:03:25: Genau.

00:03:26: Also, dreißig Euro sitzen jetzt hier auf dem Schreibtisch sind... Das ist jetzt das neue Maskottchen.

00:03:32: Und alle, die dagegen gestimmt haben, das tut mir jetzt leid.

00:03:35: Ihr müsst jetzt durch.

00:03:36: Wir können uns jetzt gemeinsam einen Namen überlegen.

00:03:39: Ich würde sagen, da könnt ihr vielleicht ... Entweder guckt ihr da ... Ich weiß nicht ganz genau, wo wir die Umfrage machen.

00:03:43: Entweder kommentiert ihr es hier unter der Folge, wie ihr wollt, dass dieses Herz-Maskottchen hier heißt.

00:03:49: Oder vielleicht auch auf dem Instagram-Account, den ich jetzt neu habe für diesen Podcast, halb so wild, unterschrigt Podcast.

00:03:56: Da könnt ihr bestimmt auch ein paar ... Nahrungsvorschläge reinschreiben.

00:03:59: Ihr könnt jetzt, also jetzt hier an Lea, die das Social Media macht, du kannst jetzt ein Screenshot machen.

00:04:05: Genau, und dann kannst du es in die Story machen und dann können die Leute hier einen Nahrungsvorschlag reinschreiben.

00:04:09: Das finde ich gut, so lange bleibt es jetzt hier und es ist jetzt der offizielle Glücksbringer.

00:04:14: So, das zum gesamten Orga-Part.

00:04:18: Diesmal halte ich ihn kürzer, wir wollen natürlich wieder inhaltlich rein starten und deswegen kommt hier die erste Das erste Format, die erste Rubrik, nennt es, wie ihr es wollt.

00:04:28: Es ist eigentlich nur das KW-Update.

00:04:30: Das steht immer noch nicht für Königs-Rusterhausen oder was ich gehört habe.

00:04:33: Kinderwunsch, steht für Kalenderwoche immer noch.

00:04:37: Wir lassen die Kirche im Dorf.

00:04:38: Ich gebe euch einfach nur ein Update über die letzte Woche, die ich so erlebt habe.

00:04:42: Und da ist, ich weiß, ich bin late to the party, wir haben jetzt schon Ende Januar.

00:04:47: Aber ich möchte noch mal kurz über den Jahrzehntrend sprechen, weil ich weiß nicht, vielleicht habt ihr keinen ... Zugang zum Internet.

00:04:54: Und deswegen ist es dann euch vorbeigegangen.

00:04:56: Aber wir haben jetzt ja im Jahr im Jahr und seit Anfang des Jahres posten ganz viele Leute Erinnerungen und Rückblicke an den Jahr.

00:05:05: Und davon habe ich mich natürlich anstecken lassen, weil ich das irgendwie cool fand.

00:05:08: Das ist extrem sorglos, was die ganzen Leute da posten.

00:05:12: Und dann habe ich geguckt und wollte mal schauen, was ich so im Jahr gemacht habe.

00:05:16: Kurz zur Einordnung.

00:05:17: Ich war da im Jahr.

00:05:20: Und war gerade in der zehnten, elften Klasse, so ungefähr.

00:05:23: Und ich hab offensichtlich da noch nicht im Internet stattgefunden, weil ich habe keine Fotos.

00:05:29: Also, meine Galerie geht erst so ab zwei Tausend, siebzehn, achtzehn los.

00:05:33: Weiß auch nicht, ob ihr alle Menschen seid, die Backups machen oder ein Handys von damals noch habt.

00:05:37: Weil ich hab irgendwie keine Fotos von da.

00:05:39: Also, ich hab mich auch mal, was eine schlimme Erfahrung war, aber ich hab mich noch mal auf Snapchat eingelockt, tatsächlich dafür.

00:05:45: Das ist ja extrem unübersichtlich, diese App.

00:05:47: Und ab so oder Weise haben auch immer noch ein, zwei, Leute, die ich kenne, ihren Snap-Standort an.

00:05:55: Wollt ihr das mal ausmachen?

00:05:57: Ich glaub, das macht man nicht mehr heutzutage.

00:05:59: Aber egal, ich hab die App sofort wieder gelöscht, weil ich hatte auch da erst Fotos ab dem Jahr.

00:06:03: Und sogar auf Instagram, wenn ich bis nach oben gescrawlt, weil ich habe den Account, den ich jetzt im Internet habe, auch seit ... seit am Beginn der Zeit, also seit Jahrzehnten oder so was, und hab aber auch da keine Fotos von mir im Alter von sechzehn Jahren gefunden.

00:06:19: Ich weiß es nicht, ich kann nur noch aus meiner Erinnerung ...schöpfen und sagen, ich hatte da eine sehr große, sehr große, schwarze Brille, Brille immer an.

00:06:28: Und hab noch nicht gewusst, wie man richtig seine Haare glättet.

00:06:31: Deswegen hab ich hier vorne immer geglettet, meinem Hinterkopf gar keine Aufmerksamkeit geschenkt.

00:06:35: Das sah schlimm aus.

00:06:36: Ich hab zu dem Zeitpunkt, was hab ich denn da gemacht?

00:06:38: Ich hab da bereut, dass ich Englisch-Schleißungskurs gewählt habe.

00:06:42: Das war, glaub ich, meine gewisse Sorge.

00:06:44: Ich glaub, viel mehr ging bei mir, aber ich werde euch am Ende sagen, warum das irgendwie trotzdem auch Einfluss hatte, dieser ganze Trend auf mein ... Take der Woche, über den ich nach Hause mit euch reden möchte.

00:06:54: Aber dazu kommen wir später.

00:06:56: Das nächste, was diese Woche passieren wird, weil diese Folge erscheint ja am Freitag, das ist der dreißigste Januar.

00:07:02: Und am einundreißigsten Januar ist für viele Menschen ein Stichtag, dann ist der letzte Tag vom Dry January für ganz viele Menschen, glaube ich.

00:07:09: Ich hab das Gefühl, der Trend ist ein bisschen zurückgegangen.

00:07:11: Ich hab das Gefühl, nicht so viele Leute haben Dry January gemacht.

00:07:14: Aber ... Ich möchte trotzdem kurz darüber reden, denn ich hab vor ein paar Wochen in meiner Story bei so einer Fragerunde beantwortet, dass ich ... kein Alkohol trinke.

00:07:24: Ungefähr seit anderthalb Jahren trinke ich gar kein Alkohol mehr.

00:07:28: Daraufhin kamen ein paar Reaktionen von Menschen, die gesagt haben, ja, ich will ja auch kein Alkohol trinken, ich will weniger, aber ich nervt, dass ich dann immer so viele Diskussionen deswegen führen muss.

00:07:40: Dass ich immer, wenn ich bei irgendeiner Veranstaltung bin oder bei irgendeiner Feier bin oder was auch immer ... Mit Leuten anfangen musst du diskutieren.

00:07:47: Und deswegen habe ich vorbereitet für euch, für die Menschen, die tatsächlich noch weiter Dry January machen wollen oder vielleicht auch komplett aufhören wollen, Alkohol zu trinken, habe ich jetzt einen kurzen Guide vorbereitet, wie ihr das durchziehen könnt in Deutschland, obwohl hier Menschen sehr viel Bock auf Alkohol haben.

00:08:06: Ich möchte direkt ein Disclaimer vorabgeben, das ist kein Guide, den ich so abdrucken würde, weil das vielleicht manchmal ein bisschen moralisch heuerfällig ist, was ich jetzt sage.

00:08:12: Aber es ist praktisch erprobt.

00:08:15: Und hat Erfolg gezeigt, denn eineinhalb Jahre trinke ich jetzt kein Alkohol mehr und ich habe immer noch Freunde und Werder auf Partys eingeladen.

00:08:21: Also, folgende Situation.

00:08:23: Der allererste Punkt auf dieser kurzen Liste ist, egal wo ihr seid, habt einfach ein Getränk in der Hand.

00:08:29: Habt ein Getränk in der Hand, was ihr euch im besten Fall in ein Glas umfüllt, damit man euch nicht ansieht, dass ihr eine Fritzkola in der Hand habt, weil dann können Menschen, die keine Ahnung haben und vielleicht auch schon so gucken, weil sie ... Im Gegensatz zu euch Alkohol getrunken haben.

00:08:42: Eure Kohle einfach für einen Rumkohl erhalten und dann werden sie nicht mit euch diskutieren.

00:08:46: Punkt Nummer eins.

00:08:47: Punkt Nummer zwei ist Fahrtauto.

00:08:50: Oder, behauptet ihr Fahrtauto?

00:08:52: Also, wenn ihr Autofahrt und dann will euch jemand noch mit Alkohol abfüllen, dann würde ich eure Freundinnen-Schafzauswahl überdenken und mit den Leuten vielleicht nicht mehr feiern, weil das ist nicht cool.

00:09:04: Don't drink and drive.

00:09:05: Das ist Tipp Nummer zwei.

00:09:06: Und im Zweifel lügen.

00:09:10: Ich weiß, das ist der moralisch verwerfliche Punkt.

00:09:13: Ihr dürft lügen.

00:09:14: Lüge Nummer eins.

00:09:15: Ich nehme gerade Antibiotika.

00:09:17: Was hast du denn?

00:09:17: Ich habe eine Blasenentzündung.

00:09:18: Fragt keiner nach, kann man euch nicht ansehen.

00:09:20: Antibiotika ist also immer ein guter Tipp.

00:09:22: Behauptet das einfach.

00:09:22: Mein Gott, ihr könnt, weil Mandelentzündung, da will keiner euch so nahe kommen.

00:09:26: Denn das ist ansteckend.

00:09:28: Blasenentzündung ist gut.

00:09:29: Zweiter Punkt ist einfach zu sagen, ich trinke.

00:09:32: Da ist Alkohol drin.

00:09:33: Hey, das habe ich bezahlt, ist teuer gewesen.

00:09:35: Ne, holt du dir mal was eigenes.

00:09:37: Einfach lügen.

00:09:38: Lügen, da fragt auch keiner nach.

00:09:40: Und der vierte Punkt auf der Liste, und der ist auch praktisch erprobt, ist an der Bar, was bestellen, was wie Alkohol aussieht, im Sinne von an die Bar gehen und sagen, kannst du mir irgendwas machen, was cool aussieht, aber kein Alkohol drin hat.

00:09:55: Da freuen sich die Bargeber, die können sich ein bisschen ausprobieren.

00:09:58: Und es ist meistens der leckere und billigere Drink, als es was eure Freunde trinken, die Alkohol trinken.

00:10:04: Disclaimer, eigentlich solltet ihr diese Mechanismen nicht anwenden müssen.

00:10:07: Wenn ihr kein Alkohol trinkt, dann trinkt einfach keine Alkohol.

00:10:10: Da sollten alle Leute aufhören zu diskutieren.

00:10:12: Aber ich kenne es, vor allem, wenn man mit älteren Menschen aus einem familiären Kontext vielleicht irgendwo ist, dass man nicht immer diskutieren möchte.

00:10:19: Und dafür sind diese Tipps hilfreich.

00:10:22: Aber ansonsten macht was ihr wollt.

00:10:24: Wir haben keinen Streit, wenn ihr Alkohol trinkt, wir haben keinen Streit, wenn ihr lügt.

00:10:27: Dass ihr Alkohol trinkt, aber gar nicht Alkohol trinkt.

00:10:29: Das sind einfach nur kurz meine Dried January-Tipps gewesen für euch.

00:10:32: Die könnt ihr anwenden oder lassen.

00:10:33: Und ich hab's extra kurz gehalten, damit die Menschen, die denken, mein Gott, ich freu mich, dass ab dem nächsten Wochenende wieder meine Freunde rauskommen, weil die haben sich zu Hause verschanzt.

00:10:42: Ihr könnt das einfach skippen.

00:10:43: Ihr hättet es einfach rausklammern.

00:10:47: Nächste Sache, die ich diese Woche gemacht habe, ist, ich war beim Pilates.

00:10:52: Und jetzt sagt ihr, ja, das hast du letzte Woche schon mal gesagt.

00:10:54: Du hast schon erzählt, dass du beim Pilates warst.

00:10:56: Nein, ich war letzte Woche beim Reformapilates.

00:10:59: Und diese Woche war ich beim Pilates.

00:11:01: Und das sind, meine Damen und Herren, zwei komplett unterschiedliche Paar Schuhe.

00:11:04: Das hätte ich auch nicht für möglich gehalten.

00:11:06: Pilates ist ein Sport, der macht mich sauer.

00:11:10: Weil das ist ein... Also, ich sag ehrlich, ich finde, das ist ein richtiger Kack-Sport.

00:11:15: Ja, jetzt hab ich es gesagt.

00:11:16: Ich finde, das ist ein Scheiß-Sport.

00:11:17: Das ist einfach nur anstrengend gewesen.

00:11:20: Man hat gar nicht gesehen, dass es anstrengend ist, weil man nicht schwitzt.

00:11:23: Und es ist unbefriedigend, weil ich ganz viele Sachen gar nicht machen konnte, weil ich keine Bauchmuskeln habe und keine Armmuskeln hab.

00:11:29: Und es hat mich sauer gemacht, ich hatte Kopfschmerz danach.

00:11:31: Aber darum soll es tatsächlich heute auf eine Art gehen.

00:11:36: Denn ich hab vorher schon gewusst, dass ich das nicht mag.

00:11:38: Ich hab nämlich vor sechs Jahren vielleicht ... Ja, es muss noch vor der Pandemie gewesen sein, also vielleicht vor sieben Jahren sogar, habe ich einmal schon Pilates gemacht.

00:11:50: In der Hoffnung, dass es mir gefällt und habe damals schon festgestellt, das ist ein Sport aus der Hölle.

00:11:55: Das ist ein Sport aus der Hölle, der mich sauer macht, an dem ich keinen Spaß habe, wo mich jeder Ehrgeiz verlässt sofort, wo ich mir nicht mehr dafür schäme, dass die Instructorin bei mir vorbeiläuft und sieht, dass ich auf meinem Bauch liege und einfach warte, bis die Übung vorbei ist.

00:12:11: Ich hasse das.

00:12:12: Und dann bin ich jetzt wieder zum Pilates gegangen.

00:12:14: Ich habe es für einen Reformapilateskurs gehalten, muss man dazu sagen.

00:12:17: Und habe schon währenddessen gedacht, boah, das mochte ich damals schon gar nicht.

00:12:21: Das war ein Scheißsport.

00:12:21: Warum bin ich jetzt noch mal hier?

00:12:23: Egal, habe ich natürlich durchgezogen, will ja hier nicht irgendwie die Ausfallgeböbe zahlen.

00:12:26: Bin ja nicht dumm.

00:12:27: Aber da musste ich mich daran erinnern.

00:12:29: Und jetzt schließt sich quasi der Bogen wieder ein bisschen zu dem Anfangsding.

00:12:33: Vor sieben Jahren, oder wann ich da war, habe ich mir nachdem ich beim Pilates war, nicht gesagt, boah, okay, das ist einfach nicht zu mich, sondern ich habe mir gesagt, Ja, du magst das nicht, weil du dafür zu unsportlich bist oder du magst das nicht, weil du dafür nicht die richtigen Sachen anhattest.

00:12:47: Du magst das nicht, weil du es nicht oft genug probiert hast und so weiter und so fort.

00:12:50: Und heute weiß ich, dass das Quatsch ist.

00:12:52: Manchmal sind einfach gewisse Sportarten oder gewisse Dinge für mich nichts.

00:12:57: Und da kann ich auch einfach mal auf mein Bauchgefühl vertrauen.

00:13:00: Und darum soll es heute in dieser Folge gehen.

00:13:03: Ich möchte nämlich mit euch übers Bauchgefühl sprechen.

00:13:05: Denn ich sag euch ganz ehrlich, das ist für mich ein bisschen dieses ... Beim Pilates hat sich für mich wieder das sogenannte von mir eigens ins Leben gerufene Klumateprinzip behauptet.

00:13:17: Ich habe mit, ich glaube auch so mit sechzehn, siebzehn oder sowas angefangen Klumate zu trinken, weil ich da, ich war ein Theaterkind früher, natürlich, und habe da angefangen Klumate zu trinken, einfach nur, weil um mich herum alle Klumate getrunken haben.

00:13:31: Und ich fand das widerlich.

00:13:34: Ich habe bestimmt einen Jahr lang Klumate getrunken, das hat sich angefühlt wie... Aschenbecher und kalter Fuß abgefüllt mit Kohlensäure versetzt.

00:13:42: Und alle haben das getrunken und ich wollte das so unbedingt auch trinken wollen.

00:13:46: Und fand das aber so eklig eigentlich.

00:13:48: Und hab dann mich wirklich dahin geprügelt, das zu mögen.

00:13:52: Heute mag ich's.

00:13:54: Hat also leider auch noch geklappt.

00:13:56: Aber ich hab damals mich gegen mein Bauchgefühl, gegen mein Geschmack, gegen das was ich eigentlich ... empfinde, gesträubt und hab gesagt, doch alle mögen das, da musst du das auch mögen.

00:14:08: Und da glaube ich, das hat eine Sache, das hat was damit zu tun, dass man älter wird, obwohl ich natürlich noch blut-jung bin, aber es hat was damit zu tun, dass man älter wird, aber es hat auch einfach was mit dem Internet zu tun, wie viel man sich beeinflussen lässt von Trends und Dingen, die gerade scheinbar jeder cool findet, mag und macht und konsumiert.

00:14:28: Denn folgendes, ich ... habe eine Liste an Dingen mitgebracht, mit Dingen, die ich nicht ausprobieren werde, nicht aus Hate.

00:14:36: Ich hab auch kein Problem damit, wenn die das macht, sondern aus Selbstschutz.

00:14:39: Besonders an diesen Dingen ist, dass ich die noch nie gemacht habe.

00:14:43: Ich hab noch keine von den Sachen, die ich gleich erzählen werde, schon mal jemals gemacht, stand noch nie kurz davor.

00:14:50: Ich habe nicht vor, diese Sachen zu machen, obwohl man mir vielleicht sagen würde, du müsstest sie ausprobieren, um sie ablehnen zu können.

00:14:55: Ich werde euch das gegentabbeweisen.

00:14:57: Denn vor allem der letzte Punkt ... Dafür hab ich mich schon mal gestritten mit einer fremden Person, weil die davon überzeugt war, dass ich das mal machen muss, obwohl ich der Meinung bin, dass ich mich gut genug kenne, um die Sachen abzulehnen.

00:15:09: Und ja, das ist ein Spannungsbogen.

00:15:11: Und ja, ihr werdet die Auflösung erst am Ende bekommen, wovon ich rede.

00:15:13: Meine Liste an Dingen, die ich nicht ausprobieren möchte, obwohl ich sie noch nie gemacht habe.

00:15:18: Ich weiß, dass ich sie nicht tollwinden werde, ohne dass ich sie jemals gemacht habe.

00:15:22: Als allererste steht hier ... Eisbaden.

00:15:24: Ich weiß, dass es da wahrscheinlich ganz, ganz viele gesundheitliche Vorteile von gibt, wenn man Eisbaden macht.

00:15:29: Ich weiß, dass das gut ist für die Gesundheit und wahrscheinlich auch dein Immunsystem stärkt und so weiter und so fort.

00:15:37: Ich finde, das beeindruckend, wenn Menschen das machen und ohne es jemals gemacht zu haben, weiß ich, das ist nichts für mich.

00:15:43: Weil ich körperlichen Schmerz kriege, wenn ich Leute sehe, die morgens auf ihre Terrasse gehen, natürlich in ihren Garten gehen oder so, da muss man ja auch erst mal Platz für haben, um sich eine kleine Metallwanne mit Wasser auf dahin zu stellen, die gefriert.

00:15:57: Und dann gehen die raus auf die Terrasse und müssen mit einem Hammer das Eis erst mal freikloppen, sich dann da reinsetzen, sich in so eine meditative Atmung reinatmen, damit die nicht umkippen.

00:16:10: Und ich weiß, dass mir das ... so sehr physischen Schmerz bereiten würde, dass ich da auf gar keinen Fall Bock drauf hab.

00:16:17: Ich weiß, dass ich niemals eisbaden muss, um mir zu beweisen, dass ich das nicht mag.

00:16:22: Weil ich bin die Person, und das ist so, und das kann man dramatisch finden, aber ich bin die Person, die schon mal im Bett einen halben Schreikampf kriegt, wenn sie weiß, dass sie noch Zähne putzen muss, aber es ist außerhalb meines Bettes wesentlich kälter als in meinem Bett.

00:16:35: Das hasse ich.

00:16:36: Ich finde Kälte so viel schlimmer als ... Hitze.

00:16:40: Hitze macht einen vielleicht manchmal ein bisschen wütig, aber Kälte macht mir eine existenzielle Angst.

00:16:45: Also, das ist gar nichts für mich.

00:16:47: Und ich weiß, dass ich nicht eisbaden muss, um herauszufinden, dass ich es nicht mag.

00:16:50: Da sagt mir mein Bauchgefühl einfach, das ist nichts für dich.

00:16:53: Und deswegen werde ich es ablehnen.

00:16:54: Deswegen werde ich es nicht machen.

00:16:56: Als Nächstes, und das ist ein neu freigeschalteter Punkt auf meiner Antibucketlist, ist Heißluftballonfliegen.

00:17:01: Und da möchte ich meine liebe Freundinnen und Kollegen Maria grüßen.

00:17:07: Weil ich hab erst durch ihren Erfahrungsbericht vom Heißdrufballon Fliegen gemerkt, wie sehr ich das auf gar keinen Fall in meinem Leben jemals machen werde.

00:17:14: Niemals.

00:17:15: Weil, also, ah, ich wusste nicht, wie viele Menschen in diesen Brotkorb da unten reinpassen, der unter diesem Ballon, der nur von Luft und Liebe in der Luft gehalten wird, unten mit dran hängen.

00:17:26: Maria hat gesagt, da waren sechzehn Mann drin.

00:17:29: Wie geht das?

00:17:30: Ich finde, das ist fahrlässig.

00:17:32: Ich finde, das ist fahrlässig so viele Menschen ohne ... Ich weiß nicht, sind die angeschnallt?

00:17:37: Die sehen für mich nicht angeschnallt aus.

00:17:38: Die sehen für mich so aus, als wäre das in deren freier Entscheidung, sich jetzt zu doll rüberzulehnen und runterzufallen.

00:17:44: Also, ich hab da große Angst vor, ich hab einfach ein Problem, glaub ich, auch mit Höhe, aber was mich auf jeden Fall am allermeisten dann überzeugt hat, das nicht zu machen, nicht, dass es irgendwie im Raum gestanden hätte, dass ich jetzt bald heiß auf Ballon Friediger, aber ihr versteht, was ich meine, ist, dass Maria mir dann mit einer Selbstverständlichkeit gesagt hat, ja, genau, also, man ... nee, man kann das nicht lenken.

00:18:06: Also, man kommt dann irgendwann wieder runter und dann muss man mit dem Auto eingesammelt werden.

00:18:10: Also, man kann das ein bisschen lenken.

00:18:13: Der Norbert, der das da geleitet hat, der kann sich so ein bisschen da, wie auf so einem Segelboot da, in die Reling da reinschmeißen.

00:18:20: Man den Brotkorb und das bisschen davon abhalten, dass man gleich in den nächsten Baum reinfliegt.

00:18:25: Aber an sich kann man das eigentlich nicht lenken.

00:18:26: Also, man kommt dann halt wieder runter, wenn man runterkommt, so.

00:18:29: Ich gedacht, wie bitte?

00:18:32: Also, ich geh doch nicht ... Ich weiß nämlich, dass das eine Sache wäre, wenn ich mit meinen Freunden im Urlaub wäre.

00:18:37: Und wir wären an irgendeinem schönen Ort.

00:18:38: und dann sagen die Mädels, weil meine Freundinnen alle so sprechen, Mädels, wollen wir morgen den Heißluftballonflug machen, dann würde ich wahrscheinlich im ersten Instinkt, hätte ich nicht den ganzen Erfahrungsbericht von Maria im Hinterkopf.

00:18:50: Hätte ich vielleicht sogar gesagt, ja, sieht doch schön aus, können wir ja machen.

00:18:53: Und dann hätte mir mein Bauchgefühl, und das weiß ich, ohne dass ich schon mal in der Nähe von dem Heißluftballon war, hätte mir mein Bauchgefühl gesagt, steigt da auf gar keinen Fall ein.

00:19:02: Nicht weil du sonst stirbst, sondern weil ich da oben eine ganz schlechte Zeit hätte.

00:19:07: Weil ich weiß, ich hätte Angst.

00:19:08: Ich würde wahrscheinlich Panik kriegen.

00:19:10: Ich würde mich auf den Boden kauern, damit ich nicht merke, wie hoch wir in der Luft sind.

00:19:14: Ich würde die ganze Zeit nur darauf achten, dass Norbert nicht zu sehr sich in die Seile da reinhängt, dass der Auswahl sehen dieses Feuer ausmacht, was uns am Leben hält.

00:19:21: Entschuldigung.

00:19:23: Nee, da weiß ich, ich muss das niemals gemacht haben, um zu wissen, wie's mir da gehen wird.

00:19:28: Es kann so viel trenn sein, wie's denn will, ich werd's trotzdem nicht machen.

00:19:32: Mark my words.

00:19:33: Wenn ich da doch mal irgendwann in der luftigen Höhe bin, dann wisst ihr, dass ich da wahrscheinlich nicht aus freien Stücken bin.

00:19:38: So, nächster Punkt auf der Liste ist jetzt weniger emotional als der Heißaufballon-Take, aber sind Trinkmalzeiten.

00:19:45: Und das ist so ein typisches Trend-Ding jetzt.

00:19:49: Weil ich weiß, Disclaimer, ich weiß, warum es Trinkmalzeiten gibt.

00:19:52: Es gibt Menschen, die haben wenig Zeit, um sich um Essen in ihrem Alltag zu kümmern.

00:19:57: Es gibt Menschen, die wollen zunehmen.

00:19:58: Es gibt Bodybuilder, die brauchen das als Ergänzung für ihre Nahrung und so weiter und so fort.

00:20:04: Ich weiß aber, dass ich egal, wie sehr das vielleicht noch propagiert wird oder wie viele Influencerinnen dafür Werbung machen werden, dass das nichts für mich ist, weil ich einfach zu gerne esse.

00:20:15: Und ich habe zu gerne leckeres Essen irgendwie auf meinem Teller.

00:20:19: Und bevor das jetzt irgendwie von irgendeinem Fitnessinfluencer hier gestitched wird oder so, weil der ganze Tag sich nicht angehört wird, ich weiß, dass da auch viele tolle Nährstoffe mit drin sind und so was.

00:20:31: Ich ist langweilt mich einfach, glaube ich.

00:20:33: Ich habe in meinem Leben noch nie eine Trinkmalzeit getrunken.

00:20:35: Ich kann mir aber einfach nur vorstellen, dass ein halber Liter, der nach sehr flüssigem Erdbeerjoghurt schmeckt, mich nicht zufrieden stellen wird.

00:20:42: Und deswegen weiß ich, dass ich das nicht kaufen werde.

00:20:45: Aber um kurz die Brücke zurückzuschlagen zu meinem Jahrzehntag, ich... glaube, hätte ich früher Zugang zum Internet gehabt und es hätten Menschen, zu denen ich irgendwie Aufblicke, Influencer oder YouTuber oder was auch immer Werbung für Trinkmalzeiten gemacht, dann hätte ich wahrscheinlich gedacht, es ist mein Fehler, dass ich das nicht mag, weil ich irgendwie vielleicht nicht den besten Umgang mit Essen hab oder weil ich zu zimperlich bin oder jammerer oder sowas, weil das da offensichtlich jeder mag und ich dann die Ausnahme bin, die keine trinkt.

00:21:14: Malzeiten mag.

00:21:15: Weil ich glaube, das Internet einem ganz schnell das Gefühl geben kann, dass es einen richtig und einen falsch gibt.

00:21:23: Und wenn man sich irgendwie in einer Sache, die für die Allgemeine als richtig befunden wird, nicht gut fühlt, dass man dann selbst der Fehler am System ist.

00:21:30: Versteht ihr, was ich meine?

00:21:31: Eine sehr hochtrammende ... Brücke, die ich jetzt schlage, von einer Trinkmalzeit ausgehen.

00:21:36: Aber ich glaube, ihr wisst, worauf ich hinaus möchte.

00:21:38: Und da weiß ich auch, ohne das jemals gemacht zu haben, ohne jemals vielleicht auch die gesundheitlichen Benefits davon mitgenommen zu haben, dass Trinkmalzeiten nichts für mich sind.

00:21:47: So.

00:21:48: Der nächste Punkt ist aus der Sportwelt.

00:21:52: Und da habe ich gleich drei Beispiele in meinen Augen extrem Sport an.

00:21:58: Ich glaube, es sind ... Nicht alle Extremsportarten, aber für mich schon, die ich niemals und unter keinen Umständen und in keinem Rahmen ausprobieren möchte.

00:22:06: Und das sind Stabhochsprung, Skispringen und Abnötauchen, Abnoetauchen, oder ich weiß nicht ganz genau, wie man das ausspricht.

00:22:16: Aber das ist dieses Tauchen ohne Wassertank, äh, nein, ohne Lufttank auf dem Rücken, so rum.

00:22:23: Das sind alles drei Sachen.

00:22:25: Da habe ich einen Heiden-Respekt vor, dass Menschen in meinen Augen aktiv verhindern müssen, dass sie sterben bei der Sportart, die sie ausüben.

00:22:33: Weil das ist so, das ist so nicht auf meiner Bucket List, irgendwie mal in so eine luftigen Höhlen zu kommen mit einem Stock, von dem ich abspringe, oder indem ich mit ... ... mit ... ... von so einem Berg runterfliege wie so ein Lufthörnchen.

00:22:49: Und wenn da einmal ... zu großer Windstoß kommt oder so Norbert mit seinem Heißloh-Ballon darüber hiked, dann bin ich einfach von der Fahrbahn da abgekommen.

00:22:57: Muss ich nicht machen.

00:22:58: Ab nö, ab noe tauchen, genau dasselbe.

00:23:01: Ich muss nicht irgendwie proaktiv.

00:23:03: Also das ist mir eh eine Rätsel.

00:23:04: Da sind dann also Leute, die sagen, ich bin ein Mensch, ich funktioniere am besten mit beiden Füßen auf dem Boden und Luft um mich herum.

00:23:12: Dann sagen die schon, nee, ich würde gerne doch mal tauchen.

00:23:15: Das ist schon erst mal ein Ding.

00:23:17: Da würde ich nicht von mir aus auf die Idee kommen.

00:23:20: Und dann sagen die noch, das, was mich am Leben hält, Sauerstoff, das lege ich jetzt ab.

00:23:26: Es gäbe die Möglichkeit, dass man nach unten zu nehmen.

00:23:28: Ich möchte es nicht nach unten nehmen.

00:23:30: Nur, um dann runterzutauchen und dann ab einer bestimmten Tiefe nicht sofort wieder auftauchen zu können, weil sonst irgendwie deren Hirn implodiert oder so, weil da zu viel Außendruck oder so was ist.

00:23:41: Ich kann ... Nichts davon nachempfinden.

00:23:44: Ich finde das toll, wenn ihr das macht.

00:23:46: Erzählt mir, wie es war.

00:23:47: We listen and we don't judge.

00:23:49: Aber ich möchte niemals von jemandem eingeladen werden dahin gefragt werden, ob ich da mitkomme.

00:23:54: Auf irgendeinem Irren, warum auch immer man ein Stab hochspringen auf einem Junggesellenabschied machen sollte, aber auf irgendeiner Occasion möchte ich auch nicht mitgenommen werden, laden mich nicht ein.

00:24:02: Ich will nicht proaktiv absagen müssen.

00:24:04: Das sind alles Sachen, die muss ich nicht ausprobieren, um zu wissen, dass ich wahrscheinlich Angst hätte in diesen Situationen.

00:24:10: dass ich das deswegen nicht machen möchte.

00:24:12: Da kann ich einfach auf meinen well-trained Bauchgefühl hören, sodass ich weiß, ich muss das gar nicht ausprobieren.

00:24:18: Ihr versteht, worauf ich das möchte.

00:24:20: Und jetzt kommt der letzte Take auf dieser Liste.

00:24:23: Und der steht stellvertretend am allermeisten für das Thema heute.

00:24:28: Weil es mich, glaube ich, am meisten emotionalisiert hat, weil ich mich mit einer wildfremden Person im Internet ... Ich würde fast sagen, gestritten hab, weil die mir eine Nachricht dazu geschrieben hat.

00:24:38: Auf der Liste steht hier ganz unten das ... Berghain.

00:24:42: Ich weiß, dass ich in meinem Leben nicht ins Berghain gehen muss, um festzustellen, dass ich es da nicht mag.

00:24:50: Ich komme aus Berlin, ich bin hier geboren, ich bin hier aufgewachsen, ich lebe jetzt dann bald, sechsundzwanzig Jahre meines Lebens in dieser Stadt.

00:24:57: und wenn man irgendwo im Ausland ist oder in einer anderen Stadt in Deutschland, dann wird man auch häufig dann im zweiten Nebensatz auch irgendwie zum Berghain gefragt, weil das auch ein Ding ist und ich respektiere das.

00:25:07: für die Sache, für die es ist und für den, für die Popkulturelle weiß ich nicht, ob man das sagen darf oder ob das jetzt anmaßend ist, aber für den Status, den diese Institution hat in der Technowelt und für die musikalische Entwicklung und all das, das kann ich alles anerkennen.

00:25:25: Ich kann auch sagen, die Leute, die da hingehen, sind supertolle Menschen, alles vollkommen.

00:25:31: Es ist mir scheißegal, was ihr im Bergheim macht, wirklich.

00:25:34: Aber ich weiß, ich muss da niemals hingehen, um festzustellen, dass ich es da nicht mögen.

00:25:39: werde.

00:25:40: Also, weil ich glaube ich nicht so eine Super Techno-Mouse bin, aber auch weil ich irgendwie, ich muss es nicht, ich muss nicht abends so, so muss da nicht feiern sein.

00:25:49: aktuell auf jeden Fall und selbst wenn ich feiern gehen würde, dann weiß ich, würde es mich nicht ins Bergheim verschlagen.

00:25:54: Ich muss nicht zwei Stunden meines Lebens in einer Schlange anstehen, um dann höchstwahrscheinlich abgelehnt zu werden, weil ich würde mich auch nicht reinlassen da, also das ist ja ganz klar.

00:26:03: Aber Darüber, und das ist jetzt nämlich der ausschlaggebende Punkt, und so runde ich das Ganze jetzt elegant ab.

00:26:10: Und dann merkt ihr, ich hab einen redaktionellen Background und kann dramaturgische Folge mir vorher überlegen.

00:26:14: Denn ich hab meine Nachricht bekommen, weil ich hab genau diesen Berghain-Tag schon mal in einem Video gesagt.

00:26:19: Ich hab in einem Video schon mal erzählt, ich muss niemals ins Berghain gehen.

00:26:24: Ihr werdet mich nie im Berghain sehen.

00:26:25: Und habe quasi in dem Video erzählt, dass ich da nicht rein möchte.

00:26:30: Und dann hat mir eine Followerin ... Jetzt nicht mehr Followerin geschrieben, dass sie meine Aussage zum Berghain Zitat problematisch findet.

00:26:39: Meine Aussage, ich wiederhole nochmal, wo ich gesagt habe, ich, Lina, möchte nicht im Berghain sein.

00:26:46: Privatmeinung von einer Privatperson.

00:26:49: Ich möchte da nicht stattfinden.

00:26:51: Und sie hat gesagt, es ist problematisch, weil ich ja damit quasi einen Safe Space von Leuten kritisieren würde oder auch da ja noch nie war und deswegen ja gar nicht weiß, ob es mir da nicht doch gefallen würde.

00:27:04: Sie hätte da ja zum Beispiel immer eine großartige Zeit und so weiter und sofort.

00:27:08: Und dann habe ich mich leider hinreißen lassen und habe geantwortet darauf.

00:27:13: Ich habe irgendwie gesagt, ja, das ist ja vollkommen okay und ich wünsche euch ganz viel Spaß, wenn ihr da seid.

00:27:16: Ich weiß einfach nur, dass ich da nicht sein möchte.

00:27:19: Und dann hat sie noch diese ganzen eben genannten Punkte quasi als Kontraargument genannt.

00:27:24: Und hat dann am Ende von sie hat das abmoduriert und mich im Anschluss blockiert.

00:27:28: Mit den Worten, schade, man kommt hier ja gar nicht weiter.

00:27:31: Das stimmt.

00:27:31: Ich werde auch, hab meine Meinung zum Bergherrn nicht geändert.

00:27:34: Aber ich hab auf jeden Fall in dem Moment gedacht, Gott sei Dank bin ich mir meiner Meinung gegenüber manchen Dingen.

00:27:40: schon so bewusst.

00:27:42: Weil ich glaube, hätte ich früher im Internet stattgefunden schon und wäre jünger und würde vielleicht jetzt erst sechzehn sein, dann würde ich mich von ganz, ganz vielen Sachen viel, viel mehr beeinflussen lassen und würde mich wahrscheinlich extrem verunsichert fühlen, wenn mir jemand mit so einer scheinbaren moralischen Überlegenheit sagt, woher willst du wissen, dass du eine Sache nicht magst, wenn du sie noch nie ausprobiert hast?

00:28:02: Weil das irgendwie erst mal schlüssig klingt.

00:28:05: Also ich kann nicht wissen, ob mir einen Kuchen schmeckt, wenn ich ihn noch nie probiert habe oder so.

00:28:09: Ihr versteht, worauf ich hinaus bin.

00:28:11: Aber ich glaube, es sagt jede Generation, aber ich bin extrem froh, dass ich dann geboren bin, wo ich geboren bin, dass ich jetzt später geboren bin, weil ich glaube, ich wäre Person Nummer eins gewesen, die sich ihr Bauchgefühl abtrainiert im Internet.

00:28:24: Also die einfach sich super doll davon beeinflussen lässt und verunsichern lässt, wenn Influencer oder Meinungsmacher, Content Creator, you name it, zu dem man ja inzwischen einen sehr privaten Bezug haben kann übers Internet.

00:28:40: irgendeinen Statement zu irgendwas rauspusten und irgendeine Meinung zu irgendwas haben.

00:28:45: Und ich hab irgendwie im Zuge von dem Jahrzehnten Trend mit sehr großer Beruhigung festgestellt, dass ich da scheinbar noch nicht im Internet stattgefunden hab, dass ich noch nicht so viel Internet konsumiert hab, dass ich auch nie eine Person war, die so super viel YouTube geguckt hat oder sowas.

00:28:58: Weil ich glaube, wenn ich mit sechzehn gehört hätte, du kannst ja gar nicht wissen, ob du es im Berge nicht magst, wenn du da noch nie warst, dann wäre das wahrscheinlich sehr, sehr weit oben auf meiner Bucketlist gewesen, sobald ich achtzehn werde, mal ins Berge hinzugehen.

00:29:10: Und Gott bewahre, Gott sei Dank war ich nicht da, weil ich weiß, wir haben ja nicht gut gegangen.

00:29:13: Also das ist am Ende genauso wie, wie ich weiß, dass ich jetzt wahrscheinlich in meinem Leben nicht in den Heißluftballon steige, weil ich weiß, da oben wird es mir nicht gut gehen.

00:29:20: Und das macht die Heißluftballonfahrt Erfahrung für Norbert und Co.

00:29:25: nicht weniger gut.

00:29:26: Aber nur weil mein Bereich des, mein Safe Space kleiner ist oder meine Wohlfühl, meine Komfortzone anders ist als die von anderen Menschen.

00:29:37: Gibt's da kein richtig und kein falsch?

00:29:39: Also, was ich sagen möchte, ist, weil ich auch weiß, dass sehr, sehr viele Leute mir folgen, die ein bisschen jünger sind als ich.

00:29:45: Ihr könnt auf dieses Bauchgefühl in den allermeisten Fällen vertrauen.

00:29:48: Ich weiß, es gibt Leute, die haben irgendwie eine Form von einer Angststörung oder sind vielleicht ein bisschen paranoider als sonst.

00:29:56: Aber warum sollte man dann versuchen, sich irgendwie seine Intuition abzutrainieren, nur weil das irgendwie jemand anders für ... langweilig hält oder für spießig hält oder so.

00:30:05: Ich glaube ihr versteht was ich sagen möchte.

00:30:08: Vielleicht fallen euch ja noch ein paar andere Beispiele ein, von denen ihr wisst, dass ihr die auf gar keinen Fall machen müsst um festzustellen, dass ihr jetzt nichts für euch ist.

00:30:14: Mir fällt noch einiges ein.

00:30:17: Aber ich glaube, wenn es eine Botschaft gibt oder ein thematischen Abschluss, der sich ein bisschen umarmend und... von meiner Seite aus anfühlen soll, dann ist es, hört auf euer Bauchgefühl, lasst euch davon nicht so krass verunsichern, wenn andere Leute eine andere Meinung haben und heutzutage haben sehr viele Leute eine sehr laute Meinung zu ganz vielen Sachen, weil das ist absolut valide, wenn ihr euch mit einer Sache nicht wohl fühlt in jeder Hinsicht.

00:30:42: Ich fahre manchmal durch Straßen in Berlin nicht, weil ich mich in den Niveau fühle.

00:30:44: Dann fahre ich halt andersrum.

00:30:45: Also, dann muss ich für mich und meinen Bauchgefühl in Kauf nehmen, dass Sachen länger dauern, dass ich vielleicht einen eintönigeren Tag hab oder was auch immer, damit ich mich sicher fühle.

00:30:56: Und das war meine Abhandlung über ... Ich glaube, das war meine zweite Folge.

00:31:05: Und ich hoffe, ihr konntet mir folgen.

00:31:07: Ansonsten haben wir uns nächste Woche wieder in diesem Teil.

00:31:11: Diese Woche geht es im Bonus-Teil um Dinge, die niemand sagt, aber alle denken.

00:31:15: Da könnt ihr letzte Woche schon fleißig in den Kommentaren mitschreiben.

00:31:17: Das werde ich jetzt hier gleich im Anschluss aufnehmen und abhandeln.

00:31:20: Und nächste Woche möchte ich im Bonus-Teil über Dinge sprechen, die nicht romantisierte werden sollten.

00:31:27: Weil wir sind heutzutage sehr gut da drin, viele Sachen zu romantisieren.

00:31:30: Da könnt ihr mir ... Dann hier, sowohl hier eure Texte dazu schreiben, als auch im Bonusteil eure Texte dazu schreiben.

00:31:36: Und dann hören wir uns so oder so nächste Woche wieder im kostenlosen, in der kostenlosen Hauptfolge, hier bei Pottimo, oder auch noch zusätzlich im Bonusteil, den ihr gleich hört.

00:31:46: Ich freu mich ganz toll auf euch und bis nächste Woche.

00:31:49: Tschüss!

00:31:54: Halb so wild ist ein Podcast von Pottimo.

00:31:56: Host bin natürlich ich, Linella.

00:31:58: Producerin ist Katharina Frebel.

00:32:00: Das Marketing übernimmt Katharina Witzani.

00:32:03: Sound und Video macht Felix Arndorf.

00:32:05: Das Coverdesign ist von Christoph Brandes.

00:32:07: Und Executive Producerin ist Madeline Petri.

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