Habe ich eine Quarter-Life-Crisis?
Shownotes
Diese Folge ist zuerst bei Podimo erschienen. Dort bekommst du die Folgen immer 1 Woche früher und mit Video. Dafür einfach kostenlos Podimo-App downloaden & kostenlos testen: https://podimo.de/halbsowild _ In der neuen Folge „halb so wild“ geht es natürlich erst einmal wieder los mit einem KW-Update. Warum Linella nichts mit der Fashion Week anfangen kann, Fashion sowieso ein schwieriges Thema ist und warum Umzüge so einen großen Raum eingenommen haben, hört ihr diese Woche. Außerdem stellt sich Linella die große Frage: Habe ich eine Quarter-Life-Crisis? Wie es dazu kam, was das mit KI zu tun hat und welche Schlüsse Linella für sich daraus gezogen hat, gibt es jetzt. Ganz viel Spaß mit der Folge 🩷
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Transkript anzeigen
00:00:00: In dieser Folge rede ich darüber, warum ich keinen Style habe, warum ich Umzüge so sehr hasse und wie ich mich aus meiner Quarter-Life-Crisis manövriert habe.
00:00:09: Herzlich willkommen zur dritten Folge von Halb So Wild, meinem Weekly Check-In.
00:00:13: Ich bin Linella und wir reden hier mal wieder.
00:00:15: Dritte Folge, ich hab das Gefühl, ich hab mich eingekwatscht.
00:00:19: Ihr hört's jetzt schon, vor allem die Menschen, die nicht hier Video gucken und sich noch von dem tollen Set ein bisschen beeinflussen ablenken lassen, die Menschen, die mir nur zuhören, ja, schande über mein Haupt.
00:00:28: Ich bin etwas krank geworden.
00:00:31: Ich hoffe, ihr seid keine Leute, die so ganz empfindlich auf so nasale Stimmen reagieren.
00:00:35: Ich kann jetzt wenig dagegen tun.
00:00:37: Es ist jetzt so, die Alternative wäre gewesen, ich bin gar nicht hier.
00:00:39: Und das wollt weder ihr noch ich.
00:00:41: Deswegen bin ich jetzt hier.
00:00:43: Und wir kriegen das irgendwie hin.
00:00:44: Vielleicht muss ich ab und zu ein bisschen intensiver einatmen, weil meine Nase das nicht ausgleichen kann.
00:00:48: Aber wir sind jetzt hier und wir schaffen das alle zusammen.
00:00:50: Wir schaffen das.
00:00:51: Ich habe eine ganz tolle Folge mir überlegt.
00:00:52: Ich habe ganz, ganz viele tolle Themen, die ich mit euch besprechen möchte.
00:00:56: Und ich glaube, es wird ein bisschen die Lautdenkenfolge.
00:00:58: Natürlich habe ich meine Struktur, aber ich glaube, ich werde auch viel, viel euch einfach in meinen, meinen komischen Kopf rein gucken lassen.
00:01:05: In meinen Kopf rein gucken lassen, wo ich mir zwar Gedanken darüber mache, worüber ich sprechen möchte, aber nicht vielleicht immer genau weiß, wo die Reise hingeht.
00:01:11: Aber ... Wir können ja mal zusammen losreisen.
00:01:13: Also als allererstes für allejenigen, die jetzt gerade die erste Folge hören.
00:01:19: Ich habe in der ersten Folge erklärt, wie dieser Podcast aufgebaut ist.
00:01:21: Wenn ihr möchtet, dann könnt ihr natürlich auch im Anschluss an diese Folge nochmal alle anderen Folgen hören.
00:01:27: Aber keine Sorge.
00:01:28: Ihr werdet schon verstehen, man braucht keinen Vorwissen für diesen Podcast.
00:01:30: Ihr könnt einfach jetzt einstarten.
00:01:32: Erste Sache, ich hole euch ins Boot.
00:01:33: Ich habe in der letzten Folge verkündet, dass das hier, die Leute, die jetzt mit dem Video gucken, die sehen es bereits, vielen anderen beschreib ich es, dass dieses rosane Herz, was ich versehentlich vor ein paar Wochen gekauft habe, unser neues Maskottchen ist.
00:01:45: Und da habe ich natürlich dann um Namensvorschläge gebeten.
00:01:47: Und das ist hier immer noch ein Gemeinschaftsprojekt.
00:01:49: Deswegen musstet ihr mir auch eure Vorschläge irgendwie mal nennen.
00:01:52: Und da sage ich euch jetzt mal, was für coole Namensvorschläge bei rumgekommen sind.
00:01:55: Damit wir hier unser offizielles Maskottchen, das rosane Jellycat Macaron Herz, uns hier auch zusammen mal zu uns machen und uns einen Namen dafür überlegt haben.
00:02:05: Also, folgende Namen sind hier eingetrudelt.
00:02:07: Ich würde sagen, wir stimmen am Ende ab.
00:02:10: Ich sag euch dann meine Shopdreiauswahl und dann geht's hier los.
00:02:12: Also, wir reiten da einmal durch.
00:02:14: Wir hätten einmal Hildi.
00:02:16: Macht gar nichts mit mir, sorry.
00:02:17: Liebevoller, finde ich ... Gut.
00:02:21: Love Belly.
00:02:24: Hm.
00:02:26: Auch erst mal einen Vorschlag.
00:02:28: Kann man erst mal auch so als Vorschlag anheben.
00:02:31: Urmel.
00:02:31: Find ich süß.
00:02:32: Urmel hat schon mal was mit mir gemacht.
00:02:34: Urmel würde ich jetzt in die engere Auswahl geben.
00:02:36: Rosie.
00:02:37: Herzmaus.
00:02:38: Herzbert.
00:02:40: Herzbert ist tatsächlich für mich relativ organisch, weil viele Namen bekommen einfach den Suffix Bert mit angehangen.
00:02:47: Und dann ist das ein Spitzname.
00:02:48: Ich werde z.B.
00:02:48: auch von meiner besten Freundin Leanbert genannt.
00:02:50: Das ist Lähenbärd, mein Hund.
00:02:52: Das würde sich einigermaßen organisch anfühlen.
00:02:54: Ich glaube, Urmel und Herzbärd sind bisher ... Moment mal, hab ich irgendwas übersehen?
00:02:59: Zwei Leute haben unabhängig voneinander Hildi vorgeschlagen.
00:03:02: Ist das ein Witz, die ich nicht checke?
00:03:04: Nee, oder?
00:03:05: Falls doch, müsst ihr mich aufklären.
00:03:06: Ich check's leider nicht.
00:03:07: Also, Makaroni-Herzilein.
00:03:10: Genevieve?
00:03:12: Bin ich hart?
00:03:14: Genevieve, das tut mir leid.
00:03:15: Das kann ich leider nicht machen.
00:03:16: Evangelien?
00:03:18: Ich passe, danke.
00:03:19: Mimi, Nina, Lea, Astrid.
00:03:21: Astrid macht auch was mit mir.
00:03:23: Astrid, Urmel und Herzbett sind bisher in der engeren Auswahl.
00:03:26: Dila, Dila ist schön.
00:03:28: Moni, Lovely, Rosi, Ella.
00:03:33: Und jetzt wurde mir noch mal wohlwollend gesagt, dass Jellycats ja alle bereits schon einen Namen haben.
00:03:38: Das hier, der offizielle Jellycatname von diesem Herz ist Colette.
00:03:41: Das klingt für mich nach Kotlet.
00:03:43: Also macht's mit mir und meinem Herzen auch nicht so viel.
00:03:46: Und das las ich einfach unkommentiert stehen.
00:03:47: Friedrich Herz.
00:03:50: Ich glaube, der schafft's auch nicht in die engere Auswahl.
00:03:52: Ich würde also sagen, wir entscheiden jetzt offiziell unter dieser Folge.
00:03:54: Heißt dieses Viech Urmel, Herzbärd oder Astrid.
00:04:00: Urmel, Herzbärd oder Astrid, ihr könnt mir sagen, was ihr am besten findet, ihr könnt abstimmen, ihr könnt mir auf Instagram schreiben, ihr könnt euch beschweren, dass ich euren Namen hier so in den Dreck gezogen habe.
00:04:08: Und jetzt starten wir einfach mit der Folge.
00:04:09: Wir wollen's ja nicht mit dem vergangenen Aufhalten, sondern meinen ... Kalenderwochenrückblick starten, kurz gesagt mein KW Update.
00:04:17: Und da sage ich euch mal eine Sache, in Berlin ist wieder die Fashion Week.
00:04:20: In Berlin ist die Fashion Week, ich hab das Gefühl, die ist viermal im Jahr.
00:04:24: So auch jetzt.
00:04:25: Und ich hab wieder mal gemerkt, ich kann damit leider wenig bis gar nichts anfangen.
00:04:28: Was in keine Art und Weise.
00:04:30: Die ganze tolle Show irgendwie diskreditieren soll.
00:04:34: Ich möchte nichts Böses über die Leute sagen, die da zu Besuch sind, die sich die Shows angucken, die die Shows ... Designen, die Models, die alles, alles möglich sind.
00:04:42: Das finde ich absolut in Ordnung.
00:04:43: Das hat nicht nur seine Daseinsberechtigung, das ist ganz toll.
00:04:46: Ich persönlich werde nur leider gar nicht bewahren mit dem Thema Fashion Week.
00:04:50: Was glaube ich aber an tieferen Ursprungen habe, denn ich habe kein Style.
00:04:54: Ich habe kein Style, ich habe keine Ahnung, wie man farben.
00:04:57: Kennt ihr immer so diese Videos, wo dann Leute, die haben hier so viele Tücher auf der Brust zu liegen, mit verschiedenen Farben.
00:05:03: Und dann, dann sieht man da scheinbar ... welche Farben für einen gut sind und welche nicht, weil da irgendwie dann der Unterton der Haut sich irgendwie zu verhält.
00:05:12: Keine Ahnung, ich sehe da recht wenig.
00:05:13: Ich würde das gerne mal machen, einfach nur damit mir eine Entscheidung abgenommen wird, welche Klamotten ich im Laden mir länger angucken sollte und welche nicht.
00:05:19: Aber ich habe leider sowas von gar keine Ahnung von Mode und von Style und von Dingen, die mir stehen.
00:05:24: Aber das ist, glaube ich auch ... Das ist auch okay.
00:05:28: Ich hab auch langsam akzeptiert, dass ich vielleicht nicht so eine Fashion-Icon bin.
00:05:31: Heute war zum Beispiel das erste Mal der Tag, da hab ich ein bisschen verflucht, dass das hier auch ein Videopodcast ist.
00:05:36: Weil ich gemerkt habe, ich bin eitel genug, um anzuerkennen, dass ich gerne mich schön fühlen würde in einer Videoaufnahme.
00:05:42: Ich bin aber nicht eitel genug, um jetzt dann doch früher aufzustehen, meine Haare noch zu waschen.
00:05:46: Es ist wirklich, wenn ihr wisst, wie lang diese Haare nicht mehr gewaschen wurden, dann würdet ihr ... Na ja, ist ja auch egal.
00:05:52: Auf jeden Fall hab ich gemerkt, das sind irgendwie Sachen, die ... Da habe ich kein so richtiges Gefühl zu, genauso wenig wie beim großen Thema Inneneinrichtung.
00:06:01: Und Inneneinrichtung, das ist eine Sache, die ist jetzt im Laufe der letzten Wochen ein größeres, präsenteres Thema in meinem Leben geworden, weil es war die große Woche der Umzüge.
00:06:10: Also ich glaube, dafür, dass ich in den letzten achtzehn Monaten bei keinem Umzug mehr geholfen habe, war jetzt an einem Wochenende, haben vier Leute ihre Wohnung verlassen oder haben eine neue räumliche Situation irgendwie geschaffen.
00:06:25: Also, da ist meine Schwester ausgezogen.
00:06:27: Die hat also eine neue Wohnung.
00:06:28: Ich hab auf einmal ein Wohnzimmer.
00:06:30: Victoria, gute Freundin Victoria, ist aus Köln nach Berlin gezogen, neue Wohnung.
00:06:36: Dann ist meine gute Freundin Anna ausgezogen von Toni.
00:06:39: Die hat auf einmal auch eine neue Wohnung.
00:06:40: Also, diverse Menschen haben eigene neue Wohnsituation.
00:06:45: Das finde ich wahnsinnig aufregend.
00:06:46: Ich finde, es gibt fast nichts Spannendes, als in eine neue Wohnung zu ziehen, auch wenn es mir enorm davor raus aus meiner irgendwann rauszumüssen.
00:06:53: Aber ich habe im Zuge dessen auf jeden Fall wieder bemerkt, dass ich zum Thema In-Einrichtung gar keine Gefühle habe.
00:06:59: Ich habe letztens einen Real gesehen von meiner anderen guten Freundin Helen.
00:07:04: Ich mache heute viel Name-Dropping mit Leuten, mit denen ihr gar nichts anfangen könnt.
00:07:07: Aber mache ich trotzdem.
00:07:08: Helen hat ein Video gepostet, da hat sie gesagt, kennt ihr das, wenn ihr manchmal in einer Arztpraxis sitzt?
00:07:13: und dann überlegt ihr euch, wie ihr die Räumlichkeiten hier einrichten würdet, wenn ihr hier wohnen würdet.
00:07:17: Und ich habe gedacht, Helen.
00:07:20: Das war, glaube ich, ein Schuss in den Ofen, das Video.
00:07:21: Das kennt wirklich keine Sau.
00:07:23: Das hab ich mir noch nie gedacht.
00:07:24: Ich hab ganz frech von mir auf andere geschlossen.
00:07:26: Die Kommentare voll mit Ja geht mir genauso bei meiner Physiotherapeutin.
00:07:31: Letztens überlegt, wie ich das hier einrichten würde, wenn es ein Wohnzimmer wäre.
00:07:34: Was?
00:07:35: Ich hab darüber noch nie nachgedacht.
00:07:37: Ich hab noch nie daran gedacht, wie man ... Gott sei Dank haben Menschen dieses Set eingerichtet.
00:07:42: Ich hatte es niemals gekonnt.
00:07:43: Ich hatte den Tisch hingestellt, vielleicht einen gemütlichen Stuhl, eine nette Lampe und dann ist gut.
00:07:48: So kein Gespür dafür.
00:07:49: Und das soll auf keiner Ebene irgendwie Pikmi sein, dass ich mir denke, ich bin einfach nur unkompliziert.
00:07:57: Ich trage einfach die Klamotten, die ich seit der achten Klasse hab.
00:07:59: Und mein Gott, dann steht halt noch die alte Kommode aus der letzten Wohnung.
00:08:02: Das soll gar nicht so klingen.
00:08:03: Ich wäre gerne anders.
00:08:05: Aber ich kriege ja nicht hin, die richtigen Suchbegriffe einzugeben.
00:08:08: Dann auf den richtigen Möbels Seiten zu gucken, was ich da kombinieren soll.
00:08:12: Ich hab so keine Ahnung, das ist wirklich ein Problem, wenn ihr da mal ... paar Basistipps habt, die immer gehen und keine Pflanzen in die Ecke stellen oder so was.
00:08:21: Da wär mir sehr geholfen.
00:08:22: Könnt ihr mir gerne schreiben, privat persönlich ihr wärst mit durchlesen.
00:08:25: In jedem Fall würd diese Nachricht mich erreichen.
00:08:28: Ich bin sehr gespannt, was ihr dazu sagt.
00:08:29: Das war auf jeden Fall ein großes Thema in meinem Leben diese Woche.
00:08:32: Umzüge, ich hab wieder gemerkt, dass Umzüge das Beschissens auf der ganzen Welt sind.
00:08:36: Aber ... Unter guten Freunden hilft man sich natürlich.
00:08:38: Da fährt man dann den Transporter.
00:08:40: Da fährt man dann auch aus Köln nach Berlin.
00:08:42: Auch nachdem man festgestellt hat, dass man eigentlich ... hatte man automatisch gebucht, war jetzt aber ein Schalter.
00:08:46: Mein Gott, fährt man dann.
00:08:48: Dann ist das halt so.
00:08:50: Ja, das war die große Woche der Umzüge.
00:08:52: Und ich hab gemerkt, ich will niemals aus meiner Wohnung ausziehen, weil da graus das mir vor.
00:08:56: Victoria muss ich aber auch sagen, die ist eine ganz andere Person als ich.
00:08:59: Die ist so ... die ist extrem organisiert.
00:09:02: Die hat sich jetzt schon darum gekümmert, dass ihr Hund umgemeldet wird.
00:09:06: Ich wusste nicht, dass man so was machen muss, wenn man umzieht.
00:09:08: Die hat sich jetzt schon um ein neues Nummernschild bemüht.
00:09:10: Das ist ein Berliner Kennzeichen.
00:09:12: Die hat jetzt schon einen Termin bei dem Bürgeramt in der Stadt, in der sie jetzt quasi zieht, um sich umzumelden.
00:09:22: Die hat sich um alles gekümmert.
00:09:23: Alle Umzugskartons waren von jeder Seite beschriftet, mit dem Raum, in den es gestellt werden muss und mit dem Inhalt.
00:09:28: Da stand dann drauf Schlafzimmer, schwarze Gürtel, Sneaker.
00:09:32: Das finde ich beeindruckend.
00:09:33: Das würde mir im Traum nicht einfallen.
00:09:36: Leute, Friedensangebot, ich habe akzeptiert, dass ich so bin.
00:09:39: Und ich bin ja auch noch einigermaßen patent aus.
00:09:42: Ich werde auch durchs Leben kommen.
00:09:44: Ich weiß nicht, ob mir mehr Team-Vicky-Leute folgen oder mehr Team-Lina-Menschen diesen Podcast hören.
00:09:49: Im Zweifel machen war da auch noch mal eine Abstimmung.
00:09:51: Ich weiß nicht, wie viele Abstimmungen man da runterkloppen kann.
00:09:54: Ich schritt mich sag's normal, als Angebot, vielleicht auch auf Instagram.
00:09:57: Seid ihr Teamorganisation oder seid ihr Team ... Langlebe des Chaos, so wie ich.
00:10:02: So.
00:10:04: Das war ... Meine Woche, meine Woche, die dann in einem kleinen Krank sein geendet ist, aber das ist vollkommen okay.
00:10:10: Ich werde mich wieder aufrappeln, denn wir machen jetzt noch radikalen Cut und gehen direkt zum Take der Woche über.
00:10:15: Mein Take der Woche ist, dass ich eine kleine, sagen wir, eine kurze Lebenskrise hatte.
00:10:25: So, man könnte sagen, Quarter-Life-Crisis.
00:10:28: Man könnte sagen, das ist einfach der Anfang des Jahres.
00:10:31: Alles muss ich neu strukturieren.
00:10:33: Ihr könnt das auslegen, wie ihr wollt.
00:10:34: Ihr könnt auch sagen, sie ist eine dramatische Person.
00:10:37: Ich sehe keinen Grund, warum man hier gerade eine Krise hat.
00:10:39: Ich werde euch jetzt hier kurz durchgehalten.
00:10:41: Denn wie folgt?
00:10:42: Um euch zu sagen, warum ich eine kleine Krise hatte, müssen wir einen kurzen Exkurs in mein Privatleben machen.
00:10:48: Vor allem beruflicher Natur.
00:10:49: Ich hoffe, das ist für euch okay.
00:10:50: Ich würde einfach mal anfangen.
00:10:52: Ich habe ... studiert in meinem Leben.
00:10:56: Ich habe Publizistik und Kommunikationswissenschaften studiert und Deutsch.
00:10:59: Und ich fand keine Zeit in meinem Leben so beschissen wie das Studium.
00:11:03: Weil ich ganz, ganz viel nicht wusste, was ich machen will.
00:11:06: Weil ich irgendwie davor, ich wollte noch, bis ich das Studium angefangen habe, wollte ich eigentlich Schauspiel studieren.
00:11:11: Und hab das dann irgendwie Artakter gelegt.
00:11:13: Weil ich mit siebzehn Abi gemacht hab, deswegen hatte ich noch so einen minderjährigen Bonus.
00:11:17: Egal.
00:11:18: Ist wirklich wahnsinnig uninteressant.
00:11:20: Ich hab auf jeden Fall ... Ganz lange mit diesem Studium total gehadert und habe irgendwie überlegt, was kann ich denn machen, um die Dinge, die ich kann, am Ende zu einem Job zu machen, zu monetarisieren.
00:11:31: Das ist ja irgendwie, glaube ich, eine Frage, die sich viele Medien schaffende oder kreative stellen.
00:11:37: Aber irgendwie habe ich dann halt dieses Studium, dieses in meinen Augen staatliche Journalismusstudium gefunden und hatte das Gefühl, das könnte jetzt wohl die beste Alternative sein.
00:11:45: zum Nichts machen.
00:11:46: Das könnte das sein, was meinem Wunsch, irgendwas in den Medien zu machen, am nächsten kommt.
00:11:52: Und hab aber wirklich jeden einzelnen, wenn ich das sage, dann ist das wirklich so jeden einzelnen Tag in diesem Studium.
00:11:57: Und ich hab wegen der Pandemie fünf Jahre studiert am Ende, überlegt, ob ich das nicht lassen soll.
00:12:02: Also ich hab... eigentlich immer nur nach einer guten Alternative gesucht und nach einem Plan B gesucht, dass ich irgendwie diese Studium abbrechen kann.
00:12:09: Weil ich bin auf dieser, also ich bin schon eine sehr ausgeglichene Sicherheitsfreiheitsperson.
00:12:15: Aber wenn das Zünglein an der Waage dann irgendwie in eine Seite ein bisschen mehr übergehen müsste, dann wäre es wahrscheinlich Freiheit.
00:12:23: Aber ... Ich hab auf jeden Fall die ganze Zeit gedacht, ich kann werden, was ich möchte.
00:12:26: Niemand ist sauer auf mich, ich hab keinen Druck aus dem Elternhaus, der mich in irgendeine Richtung drängen möchte.
00:12:32: Aber ich brauche eine Alternative, bevor ich hier einfach wie Hans guck in die Luft und im Studium, ohne irgendeine Struktur in meinem Leben dastehe.
00:12:40: Deswegen hab ich ganz, ganz lange hin und her überlegt und hab am Ende einfach diesen formaler leiten Bachelor gemacht.
00:12:45: Weil dieses Studium, wie gesagt, Wage, Freiheit, Sicherheit ... mir eine Form von Abschluss garantiert hat, aber ich gar nicht festgelegt hab, was ich damit machen kann und will.
00:12:54: Es ist nicht so, wie wenn man Zahnmedizin studiert und relativ klar ist, in welche Richtung man beruflich gehen kann.
00:13:01: Mit einem Publizistikstudium kannst du erst mal sehr viel machen.
00:13:05: So.
00:13:06: Auf jeden Fall hab ich da das große Bauchgefühl gehabt von, wie soll ich denn das, was ich kann, zu einem Job machen?
00:13:16: Kann ich überhaupt irgendwas so richtig?
00:13:19: Kann ich denn mit den Sachen, die ich einfach so mitbringe, mich auf den Job bewerben?
00:13:23: Für die hab ich ja gar nichts gemacht.
00:13:25: Ich hatte immer das Gefühl, als würde ich mich bei irgendwas bewerben aufgrund meiner Augenfarbe oder so was.
00:13:30: Ich hab das Gefühl, die Sachen, die ich gut kann, nämlich sprechen, vielleicht ganz einigermaßen lustig sein, sich irgendwelche coolen Spieler ausdenken oder so.
00:13:40: Das sind ja Sachen, mit denen kann man irgendwie ... Damit kann ich nicht irgendwo bewerben.
00:13:45: Ich habe nicht einen Handwerk gelernt oder einen Beruf gelernt.
00:13:49: Nachdem ich mein Studium irgendwann abgeschlossen habe, habe ich mich beim Fernsehen beworben.
00:13:54: Ich habe dann ganz viel, ganz lange Fernsehen gemacht, habe erst Reality TV gemacht.
00:13:59: Da kann eigentlich alles was man sich vorstellen kann.
00:14:02: Ich habe auch mal geguckt, mag ich eher die organisatorische Seite?
00:14:05: Spoiler Alarm?
00:14:06: Nein.
00:14:07: bin dann eher bei der inhaltlichen Seite geblieben und hab ganz viel in Redaktionen gearbeitet und so weiter und sofort.
00:14:11: Und bin dann, hatte dann irgendwann, zwanzig, dreinzwanzig war das, glaube ich, das große Momentum von Wahnsinn.
00:14:18: Die Sachen, die ich kann, sind doch vermarktbar.
00:14:21: Die Sachen, die ich kann, da gibt's Berufe für.
00:14:23: Ich glaube, weil ich irgendwie vielleicht auch aus einem Elternhaus komme, wo so sehr klassische Berufe gewählt worden sind, meine Mutter ist Lehrerin, mein Vater ist Elektriker.
00:14:32: Und da hatte ich irgendwie, ich bin so die erste, die da ausbricht aus diesem ... diesen klassischen Berufen und so in dieser Medienlandschaft versucht, Fuß zu fassen.
00:14:41: Und deswegen, glaube ich, war ich wahnsinnig überrascht davon, dass es doch sowas gibt, womit man irgendwie Geld verdienen kann mit den coolen Sachen, die ich kann.
00:14:48: Und hab dann angefangen zu arbeiten und hab dann jetzt nochmal ein Jahr in einer anderen Redaktion gearbeitet, auch wieder Privatfernsehen, und hab dann irgendwie eine sehr, sehr gute Zeit gehabt.
00:14:57: Und hab mich total gefreut, dass mein Studium sich irgendwie gelohnt hat, dass ich das jetzt abgeschlossen habe, weil ich irgendwie jetzt so ein ... einen Affierblatt in der Hand hat, was mir attestiert, dass ich Dinge durchziehe.
00:15:07: Und dass ich Berufserfahrung sammeln konnte.
00:15:10: Also ich hab jetzt, Gott sei Dank, nach fast drei Jahren Berufserfahrung nicht mehr die große Angst vor so einer klaffenden Lücke in meinem Lebenslauf oder so was, weil ich irgendwie das Gefühl hab, ich hab das schon gut gefüttert.
00:15:21: Der ist schon anderthalb, die nach vier Seiten lang.
00:15:24: Und ich kann ihn jetzt irgendwo vorweisen und hab irgendwie das Gefühl, ich hab was geschafft.
00:15:27: Und hab was ... ja, hab was vorzuweisen, blöd gesagt.
00:15:32: Und jetzt ist es aber so, dass ich, und dann bin ich gleich wieder in der Gegenwart angekommen.
00:15:38: jetzt ein Jahr lang in einer Redaktion gearbeitet habe als Junior-Redakteurin.
00:15:41: Das bedeutet, man denkt sich halt irgendwie coole Inhalte aus, Spiele, Quiz-Fragen, einfach den ganzen Funny-Stuff sozusagen.
00:15:48: Und andere Menschen können sich dann darum, dass das umgesetzt wird, im besten Fall.
00:15:51: Und es hat mir extrem viel Spaß gemacht, aber in dieser Branche ist es üblich, dass man befristete Verträge hat, dass es nichts Schlimmes oder ein Indikator dafür, dass man schlecht behandelt wird, das ist ganz normal.
00:16:01: Und dieser Vertrag ist jetzt ausgelaufen.
00:16:02: zum einundreißigten zwölften und ... Seitdem hab ich mich erst mal dazu entschlossen, mich wieder auf meine berufliche Orientierung zu besinnen und zu gucken, wo sollen denn die Reise hingehen?
00:16:14: Kommt jetzt vielleicht ein neues Kapitel für mich.
00:16:17: Das steht jetzt quasi so mir bevor.
00:16:19: Und ich hab daraus, glaub ich, meine kleine Krise entwickelt letzte Woche.
00:16:24: Aus der Tatsache, dass ich jetzt das erste Mal seit ich denken kann, wirklich reell über die Möglichkeit nachdenke, nicht bei einem ... Arbeitgeber angestellt zu sein, sondern vielleicht mich selbstständig zu machen oder noch mal eine ganz andere Richtung zu gehen.
00:16:37: Nicht weil mir der Job davor keine Freude gemacht hat, sondern weil ich mich ein bisschen wieder so gefühlt habe wie im Studium, aber nicht wegen der Tatsache, dass ich nicht weiß, was ich machen soll, sondern wegen dem großen Thema dieser Folge KI.
00:16:52: Ich hatte so ein bisschen das Gefühl, dass die Sachen, die ich gut kann, im besten Fall oder im schlimmsten Fall, im wahrscheinlichsten Fall, irgendwann von einer KI übernommen werden vielleicht.
00:17:01: Also die Sachen, die ich gut kann, wie Sprechen, Reden schreiben, Witze schreiben, sich coole Konzepte überlegen, dass die vielleicht irgendwann von einer KI übernommen werden können.
00:17:10: Und das hat mir einen kurzen Schreck bereitet.
00:17:13: Also, dass ich auch gedacht habe, auf einmal, ich meine, ich mache jetzt ja auch viel, kann ich jetzt nun auch nicht mehr von der Hand weisen, dass ich viel auch im Internet mache und im klassischen Sinne wahrscheinlich auch als Influencerin jetzt wahrgenommen werde.
00:17:26: Und dass das auch Jobs sind, die irgendwie vielleicht mal übernommen werden können.
00:17:30: Also, dass das irgendwie ... Ja, da hab ich auf jeden Fall eine kurzen ... kurzen schreckletzte Woche gehabt, dass ich so das Gefühl hatte, toll, jetzt hab ich ja einmal Fuß gefasst in der Branche und hab irgendwie einmal die Sachen gefunden, die ich gut kann.
00:17:42: Und auf einmal hör ich von links und rechts und durch die ganzen Inhalte, die ich auf Instagram und TikTok und so was mitbekomme, äh ... Diese Influencerin ist komplett KI-generiert, die gibt's gar nicht.
00:17:53: Der Song, den ihr die ganze Zeit streamt, da hat nie ein Mensch eine Note irgendwo gespielt, der ist komplett KI-generiert und so weiter und so fort.
00:17:59: Und hab ich gemerkt, das ist Stress gewesen für mich.
00:18:02: Auch wenn ich in anderen Podcasts gehört habe, dass darüber geredet wurde, das hat mich wirklich unnormal gestresst auf einmal.
00:18:08: Weil ich auch gedacht hab, toll, jetzt hab ich hier darauf gesetzt, dass ich mich mit mir selbst und meinem Können auseinandersetzen.
00:18:14: Und jetzt keine Ahnung, macht das irgendwie Church of Duty VI nächste Woche oder so.
00:18:19: Keine Ahnung.
00:18:20: Und hab dann aber auch irgendwie festgestellt, dass ich A. meinen Algorithmus selber steuern kann.
00:18:26: Heißt, ich kann auch einfach mal das achtzinte Real, was mich davor warnt, bald das nächste Opfer von KI zu werden, einfach wegzuklicken.
00:18:34: Also ich kann einfach ein bisschen meinen Algorithmus so formen, dass er mir und meiner Psyche gut tut.
00:18:38: Disclaimer, das könnt ihr auch machen.
00:18:40: Und zweitens, ich glaube, dass das KI ... den Dingen, die ich kann, immer noch einen Schritt zurück ist oder vielleicht sogar auch zwei oder drei.
00:18:49: Also ich habe auch bei dem bei dem gesamten Durchdenken, Panik-Kriegen in der letzten Woche irgendwann so den friedlichen Outcome mit mir gehabt, dass ich so gedacht habe, nee, Menschen wollen mit Menschen sein, Menschen wollen mit Menschen reden, von Menschen unterhalten werden, Menschen kennen Menschen immer noch am besten und ich würde mir Wahrscheinlich einfach aus Trotz vielleicht kein Film angucken, der ausschließlich KI generiert ist.
00:19:14: Ich möchte keine Musik hören, wo ich das Gefühl habe, da ist keine Seele mit dabei, da hat KI nur was mit zu tun.
00:19:21: Und ich glaube, das geht viel, viel mehr Menschen so, als ich so gedacht habe.
00:19:24: Weil ich hab natürlich, es ist irgendwie immer eine wirtschaftliche Entscheidung, wie viele Menschen nimmt man mit auf einen, zu einem Dreh, zu einem Film, zu einer TV-Produktion oder so.
00:19:34: Und da verstehe ich, dass man ... Ich verstehe es nicht, emotional verstehe ich es nicht, aber ich verstehe es wirtschaftlich, dass man da Stellen einkürzt.
00:19:42: Ich glaube aber auch, dass vielleicht im besten Fall KI einfach nur administrative Sachen irgendwann übernimmt und die ganzen kreativen Sachen von Menschen weiter angemacht werden.
00:19:54: Also davon bin ich eigentlich ziemlich überzeugt.
00:19:56: Das war auch ein bisschen das Ende meiner Therapie schon der letzte Woche, dass ich so gedacht habe, boah, Das ist alles schon ganz richtig, so wie ich es jetzt gemacht habe.
00:20:03: Ich bin in den richtigen Schritt gegangen.
00:20:04: Ich bin zum Glück in der Branche, in der ich auch jederzeit wieder einsteigen kann.
00:20:08: Also es ist jetzt nicht so wie, als hätte ich mich aus der Verbeamtung selbst entlassen und hätte ich mal gucken müssen, wo ich bleibe.
00:20:13: Sondern ich glaube, das ist, das ist alles der richtige Weg.
00:20:17: Ich kann mich jetzt ... ein bisschen auf meinen Können und auf meine Ziele wieder konzentrieren.
00:20:22: Und kann aber auch, wenn alle streng reißen und das irgendwie nicht so ganz funktioniert, jederzeit wieder irgendwo einsteigen.
00:20:28: So naiv bin ich, so Gen Z, ich bin ich irgendwie, dass ich glaube, Menschen, die arbeiten wollen, werden immer irgendwie aktuell gebraucht.
00:20:34: Deswegen, glaube ich, da bin ich dann doch ganz gut aufgestellt.
00:20:37: Und das hat diese Erkenntnis, diese Ruhe, die ich mir selbst reguliert, die ich in mir selbst wieder reguliert habe.
00:20:44: hat mich total entspannt und hat mich total vorfreudig auf dieses Jahr gucken lassen.
00:20:48: Weil ich glaube, wie gesagt, KI hat ganz, ganz viele Baustellen, die uns noch auf die Füße fallen können.
00:20:54: Über die möchte ich gar nicht reden.
00:20:55: Aber ich glaube, das war so mein Gedanke.
00:20:57: Ich hab das Gefühl, viele kreative Leute, vielleicht auch viele junge Leute, die gerade ins Berufliches Leben einsteigen, haben diese Gedanken.
00:21:06: Inwiefern werde ich vielleicht irgendwann nicht mehr gebraucht.
00:21:08: Und ich bin mir sehr, sehr sicher, dass wir immer gebraucht werden.
00:21:12: Weil ich glaube ... Durch die Pandemie haben wir gelernt, Menschen wollen miteinander sein, Menschen wollen offline sein, Menschen wollen analog sein.
00:21:19: Und so lange bei Reva an der Kasse, die Selbstbezahlkasse, so leer ist, dass es da spucken könnte und die ... Kasse, wo ein Mensch dich abkassiert, da ist die Schlange bis zur TK-Ware.
00:21:30: Da glaube ich, so lange glaube ich daran, dass Deutschland nicht von der KI zu übernehmen ist, weil Menschen wollen Interaktion mit Menschen haben.
00:21:36: Und ich hab das Gefühl, dass man das manchmal neben den ganzen Dingen, die man auf Instagram hört, auf TikTok reingespült bekommt, sich immer kurz mal wieder einen Kopf rufen muss.
00:21:45: Weil ich hab für mich selbst total gemerkt, dass es mich das gestresst hat.
00:21:48: Und ich glaube, einmal so eine positive Gegenstimme zu hören, das ist vielleicht nicht schlecht.
00:21:53: Vielleicht hat euch das irgendwie geholfen.
00:21:55: Außerdem.
00:21:55: habe ich mir aber eine wohlkuratierte Liste überlegt.
00:21:59: Mit Jobs, die ich alternativ machen wollen würde, könnte, sollte ich irgendwann mal dann doch von der KI-generierten Unterhaltungswelt die Schnauze voll haben.
00:22:11: Und großer Disclaimer.
00:22:13: Ich weiß, ich bin vielleicht eine ironische, lustige Maus.
00:22:16: Aber diese Jobs, das ist mein voller Ernst.
00:22:20: Ich denke nichts Schlechtes über diese Jobs.
00:22:22: Ich nehme die nicht auf die leichte Schulter.
00:22:23: Ich denke mir nicht, na ja, wenn ich mein ... Lustigen Medienjob nicht machen, da mache ich halt das.
00:22:27: Mir ist schon klar, dass da eine Ausbildung, ein Studium viel wissen, viel können, viel Talent irgendwie dem vorwege geht.
00:22:34: Und dass ich aber wirklich gedacht habe, wenn alles streng gereist, vielleicht mache ich dann das.
00:22:39: Oder so.
00:22:40: Wir können ja mal einen kleinen Blick in diese Liste werfen.
00:22:43: Als allererstes, glaube ich, Schlüsseldienste.
00:22:47: werden sich wohl immer stets und ständig durchsetzen.
00:22:49: Weil ja, jetzt könnte man sagen, KI wird irgendwann dafür sorgen, dass wir alle so automatisierte Systeme haben, müssen wir einen Fingerabdruck oder einen Code irgendwo eingeben.
00:23:00: Aber seid euch gesagt, der nächste Winter kommt und der nächste Frost kommt und der nächste Vormittag an dem Kai Wegner Tennis spielen geht, kommt und dann sind eure ganzen Türen eingefroren und ihr kriegt die mit eurem eingefrorenen Finger da nicht mehr auf, da seid ihr froh um den Ersatzschlüssel, da seid ihr froh darum und dann wird vielleicht im Zweifel dieser Schlüssel, ich glaube, der wird sich immer durchsetzen und ich muss ja auch nur für die nächsten forty fünf Jahre Lohnarbeit planen.
00:23:22: Deswegen glaube ich Schlüsseldienste, das ist, das ist ein Job.
00:23:26: Der muss erst mal keine Angst vor KI haben.
00:23:27: Der ist systemrelevant, steht es unständig und ich sage mal so, wer sich nicht rechtzeitig, das ist auch ein Rat, den ich euch jetzt mitgebe.
00:23:34: Wenn ihr mal ein Schlüsseldienst ruft und ihr fragt nicht am Telefon schon nach, was euch der Spaß kostet, dann legt ihr da ganz ganz viel Geld hin, weil ich glaube Schlüsseldienste denken sich auch, na wenn ich es jetzt nicht aufmache, dann steht es halt hier draußen im Kalten.
00:23:46: Die Träne, die hier runterläuft, die gefriert noch auf deiner Wange und ich bin wieder weg.
00:23:50: Also als Schlüsseldienst kann sich ich glaube ich auch dumm und dämlich verdienen, sage ich nur mal.
00:23:54: Ich stell's nur mal in den Raum.
00:23:55: Vielleicht überlegen ja auch Menschen, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen.
00:23:58: Schlüsseldienst wird immer gebraucht.
00:24:01: So, nächste Sache.
00:24:03: Friseure.
00:24:04: Ich kann mir keine Welt vorstellen, in der eine Kainen Friseur ersetzt oder eine Friseur.
00:24:09: Ich glaube, das ist, wahrscheinlich gibt's auch schon extrem viele Menschen, die diesen Job, diesen tollen Beruf ausüben wollen und werden.
00:24:16: Aber ich sage wirklich, wenn hier alle, also wenn alle Strenge reißen, dann könnte ich mir vorstellen, irgendwas mit mit haren zu machen vielleicht ein eigenes kleines neckische studio aufzumachen.
00:24:28: das kann ich mir schon vorstellen.
00:24:29: und wieder hier der disclaimer.
00:24:31: nicht weil ich das auf die leichte schulter nehme und weil ich denke das ist das ist ein entspannter plan b da muss man nichts für machen ist schon vollkommen klar was man dafür machen muss.
00:24:39: aber Darüber habe ich auf jeden Fall nachgedacht, dass das eine Sache ist, die nicht von KI übernommen werden kann.
00:24:44: Das hat mir ein bisschen Ruhe gegeben.
00:24:45: Ich möchte wirklich noch mal sagen, ich hoffe, ihr versteht, wie ich das meine.
00:24:47: Das ist in keiner Welt irgendwie dispektierlich gemeint.
00:24:49: Das ist wirklich meine reelle Liste gewesen, die ich letzte Woche mit mir selber mal ausgeklügelt habe.
00:24:56: Sagt mir gerne eure Meinung dazu.
00:24:57: Wie gesagt, das ist die großer Lautdenkenfolge.
00:25:00: Der letzte Punkt auf dieser Liste ist jetzt auch im Zuge diese ganzen Umzugskrams entstanden, das ich kurz gedacht habe.
00:25:07: Also ich werde jetzt bald noch mal mit Victoria.
00:25:08: in ihrer neuen Wohnung werden wir viel streichen müssen.
00:25:11: Glaubt mir, ich habe überlegt, ob man diese Streichen irgendwie umgehen kann, ob man da irgendwie eine bessere Organisation vielleicht für sich findet, dass man nicht diese gesamte, fünfzig Quadratmeter Wohnung händisch streichen muss, Altbau, hohe Decken.
00:25:24: Mir ist keine Möglichkeit eingefallen und ich glaube, Maler-Innen, die werden auch nicht so schnell ersetzt.
00:25:29: Das wäre wohl ein Job.
00:25:30: Ich glaube, wenn ich wüsste, ich werde dafür bezahlt, dann könnte das sogar was Meditatives haben.
00:25:35: irgendwie versteht mich auch da nicht falsch.
00:25:38: Ich weiß, das ist ein Handwerk, das will gelernt sein.
00:25:42: Das ist nicht so romantisch, wie ich mir das jetzt vorstelle, mit Kopfhörern auf und dann mal zu da ein bisschen die Wand.
00:25:45: Das weiß ich.
00:25:47: Ich will nur sagen, diese Liste ist entstanden unter dem Schirm des... Dinge, die ich machen würde, wenn KI diese ganze Welt mit KI mir zu sehr auf den Sack gehen würde und ich müsste irgendwie umschulen.
00:25:57: Das sind meine Top drei.
00:25:59: Meine eine Sache, die ich auf jeden Fall nicht machen würde, obwohl ich weiß, die wird auch nicht von KI übernommen, ist Umzugshelfer.
00:26:03: Das hab ich jetzt nach dieser Woche auf jeden Fall gelernt.
00:26:06: Das wird mir nicht in den Kram kommen.
00:26:08: Also, ich will noch mal kurz zusammenfassend sagen, ich weiß, diese Welt kann einmal ein bisschen Angst machen.
00:26:13: Es sind sehr, sehr absurd viele Bad News seit Anfang des Jahres auf uns eingeprasselt.
00:26:18: Der erste Monat ist geschafft und wir haben gefühlt jeden.
00:26:20: dass der Tag eine neue Schlagzeile das ganze Ad Absurdum treibt.
00:26:24: Und bei diesem ganzen Kram, der auf einen einpasselt, will ich sagen, es ist vielleicht die Hoffnung nicht ... Man darf die Hoffnung eh nicht verlieren, sonst kann man es direkt lassen.
00:26:33: Ich will sagen, ich glaube, Menschen werden immer Menschen wollen und Menschen werden immer mit Menschen interagieren wollen und Menschen werden immer menschengemachte Inhalte vorziehen.
00:26:42: KI kann einem einige Dinge erleichtern, das ist auch in meinem Alltag irgendwie jetzt nicht mehr so richtig wegzudenken, aber ... Ich bange nicht mehr um meinen Job und um meine ... meine ... meine Wichtigkeit auf dem ... auf dem Arbeitsmarkt.
00:26:53: Ich glaube, das ist vielleicht so die ... die wohlwollende Botschaft, die ich euch mitgeben möchte in diesen ganzen KI-Warn und Trubel.
00:27:00: Ich hoffe, ihr konntet mir folgen.
00:27:01: Ich hoffe, ihr konntet meinem Wirrenkopf folgen.
00:27:04: Ihr habt vielleicht jetzt ein bisschen besseres Bauchgefühl.
00:27:06: Ich hoffe, das ist entstanden.
00:27:08: Ich hoffe, weder Maler-Innen, Friseur-Innen, noch ... Schlüsseldienste fühlen sich irgendwie auf den Schlips getreten.
00:27:13: Ich bin ... neidisch auf eure Systemrelevanz.
00:27:17: Und ich freue mich ganz toll, wenn ihr mir eure Meinung dazu in die Kommentare schreibt, sowohl hier als auch auf Instagram bei halbsovildunterstrich-podcast oder mir direkt schreiben, Linella findet ihr mich überall.
00:27:27: Und ich freue mich ganz toll, wir uns nächste Woche wieder hier mit einer Hauptfolge hören.
00:27:31: Und ansonsten geht es jetzt hier gleich in den Bonus-Teil.
00:27:34: Nächste Woche im Bonus-Teil möchte ich mit euch sprechen über Dinge, die mich nicht jucken.
00:27:39: Ihr kennt diesen Trend vielleicht, vielleicht kennt ihr ihn auch nicht.
00:27:41: Ihr könnt einfach mal auf TikTok oder Instagram eingeben.
00:27:43: Viele Menschen reden gerade über viele Dinge, die sie nicht jucken.
00:27:45: Ich glaube, ihr habt dazu einige Dinge zu sagen.
00:27:47: Schreibt das hier unter die Folge, schreibt das unter die Bonus-Folge, schreibt das bei Instagram in den Fragen-Sticker, der da reingehauen wird.
00:27:53: Und dann reden wir da nächste Woche rüber.
00:27:55: Es ist nämlich immer noch eine Gruppenarbeit, die wir hier zusammen machen.
00:27:58: Und diese Woche!
00:28:00: Jetzt direkt am Anschluss spreche ich über Dinge, die nicht romantisiert werden sollten.
00:28:04: Da habt ihr mir extrem viele Sachen geschickt.
00:28:06: Da bin ich sehr dankbar.
00:28:07: Ich kann mich komplett zurücklehnen.
00:28:09: Und ich freue mich ganz viel auf die Bonusfolge jetzt im Anschluss.
00:28:12: Ich freue mich, wenn wir uns gleich wiederhören.
00:28:14: Ansonsten bis nächste Woche und tschüssi!
00:28:29: Sound und Video macht Felix Arndorf.
00:28:31: Das Coverdesign ist von Christoph Brandes und Executive-Producerin ist Madeline Petri.
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